Neue Marketingstrategien mit RSS-Feeds
Die Kommunikation in Unternehmen beruht bislang auf Medien wie E-Mail, Sprache und dem Fax. Die Unmengen an Informationen und die riesige Anzahl an Werbemails (Spam) sowie die Unsicherheit aulgrund der Bedrohung durch Viren und Trojaner haben fast schon zu einem Ausschluss der E-Mail für den Versand von Unternehmensinformationen geführt. Sogar dem Fax wird bereits wieder größere Sicherheit und bessere Erreichbarkeit seines lnformationsziels zuge- sprochen. Um diese Unsicherheit bei der Nachrichtenübertragung zu vermeiden und die Informationen tatsächlich zielgerichtet und ohne Streuverluste an den Empfänger zu bekommen, setzen viele Unternehmen zur Informations- und Nachrichtenverbreitung auf die Möglichkeiten, die sich ihnen mit der sogenannten RSS-Technologie bieten.
Was sind RSS-Feeds Und dabei stehen nicht nur Textinformationen im Vordergrund, vielmehr kommt die Stärke dieses Verfahrens erst bei multimedialen Informationen wirklich zum Tragen. RSS ist die Abkürzung für "Really Simple Syndication" und stellt eine Technologie zur Verbreitung von elektronischen Nschrichten und Informationen zur Verfügung. Dabei ist der Nutzer in der Lage. die Inhalte einer Webseite als so genannte RSS-Feeds zu abonnieren und über einen RSS-Reader von einem PC aus oder direkt im Browser über das Internet aufzurufen.
Unternehmen können auf diese Weise ihre Informationen in Sekundenschnelle in den RSS-Reader der Interessenten pushen. RSS ist eine neue Möglichkeit, sich gezielt zu informieren. Über den Reader ist man immer darüber informiert, was der Wettbewerb gerade macht. Man muss nicht mehr über zig Webseiten browsen um sich Informationen zusammensuchen, sondern bekommt sie nach seinem persönlichen Interesse auf den PC geschickt. Bei dem heutigen Informations-Overkill macht RSS es möglich, mehr Informationen schneller zu selektieren, als es sonst möglich wäre.
Um die Informationen komfortabel abrufen zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Kleine Programme für Microsoft Windows Vista, so genannte Gadgets, können auf dem Desktop installiert werden und informieren dann über die aktuellen News einer bestimmten Nachrichtenquelle. Ein RSS-Newsreader ist ein Progranim für ältere Windows-Versionen, das im Hintergrund läuft und die News anzeigt. Aber auch der Browser kann die RSS-Feeds in seinen Nachrichtenquellen anzeigen. Doch nicht alle RSS Reader sind auch in der Lage, multimediale Informationen abzurufen oder Videos und Podcasts einzubinden, häufig bleibt es bei einfachen Textinformationen. Da aber die Informationsverbreitung, etwa über Video, immer größere Bedeutung findet werden künftige Reader diese Medien unterstützen müssen. Auch die Integration von RSS Feeds in die Anwenderobertläche von Kommunikationslösungen ist ein notwendiger Schritt.
Das Fax als Urgestein der elektronischen Nachrichtenübermittlung bietet noch immer die einfachste Möglichkeit der unproblematischen Übertragung von rechtsgültigen Unterschriften. Auch sind Spam-Nachrichten bei Faxsendungen eher unwahrscheinlich, da sich der Versand über herkömmflche Faxgeräte zu kostenintensiv gestaltet. Jedoch sind die geringe Auflösung und Qualität der Telefaxe nicht mehr zeitgemaß und nicht mit den neueren Technologien vergleichbar. Zudem ist der Zeit- und Kostenaufwand des Faxversands enorm, insbesondere bei Fax rundsendungen. Denn neben den Telefongebühren fallen auch Kosten für Toner, Papier und den dafür abgestellten Mitarbeiter an. Abgelöst wurde der Telefaxdienst erst Mitte der neunziger Jahre mit der Verbreitung des Internets und dem dadurch ermöglichten Versand von E-Mails.
RSS-Feeds - ein Ausweg aus der Spamflut
Doch aufgrund der größer werdenden Spam-Flut ist auch die Gefahr sehr hoch, dass E-Mails, die gar kein Spam sind, von Spamfiltern geblockt werden. Täglich werden mehrere Milliarden Nachrichten per E-Mail versendet, wobei es sich mittlerweile - laut einer Studie von Message- Labs aus dem Jahr 2007 — bei rund 76 Prozent aller E-Mails und laut einer Studie der Bundesverbrauchezentrale sogar bei 96 Prozent der E-Mails um Spam handelt. Zudem weist das Medium E-Mail Sicherheitslücken auf, da E-Mails ohne spezielle Verschlüsselung leicht abzufangen sind und so auch von Dritten eingesehen werden könnten.
Nicht umsonst geht der Trend langsam zurück in Richtung Fax. Darüber hinaus sind E-Mails rein auf Text- und Bildinftrmationen beschränkt. Audio- und Video-Dateien finden ihren Platz im Anhang, was beim Versand größerer Dateien oft Probleme aufgrund von Postfachbeschränkungen bei diversen Providern verursacht.
Während vor wenigen Jahren die Informationsvermittlung per SMS-Nachricht noch als innovative Maßnahme galt und vor allem bei jüngeren Zielgruppen als cool angesehen wurde, wird der Versand von Werbe-SMS heute ähnlich wie E-Mail-Spam eher als belästigend empfunden und daher nur noch selten eingesetzt. Zudem ist der Versand von Nachrichten anhand der Short Message Services eine kostenintensive Variante von Rundsendungen, bei der aufgrund der Längenbeschränkung nur minimaler Informationsgehalt transportiert werden kann. Auch kann Marketing per SMS rechtliche Konsequenzen haben, da diese Form der Werbung teils dem E-Mail- und Telefax-Spamming gleichkommt.
Die Möglichkeiten, die sich mit RSS bieten, haben Unternehmen bisher noch nicht vollständig realisiert. Zwar können Empfänger nicht persönlich angespro- chen werden, jedoch stellt der sekundenschnelle Kontakt zum Kunden einen Vorteil dar und hebt RSS von der E-Mail- Kommunikation ab.
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