Mobiles Internet, UMTS Flatrates und Base
Schon seit geraumer Zeit sind die Preise für Mobiles Internet im Sinkflug begriffen. Mit dem Markteintritt von immer mehr Wettbewerbern wollen die Unternehmen vor allem durch attraktive Konditionen die Gunst der Kunden gewinnen.
Es ist allerdings immer noch verwunderlich, dass es inzwischen möglich ist, einen mobilen Internetanschluss zu geringeren Kosten als einen Festnetzanschluss zu erhalten. Dafür ist allerdings vor allem ein Unternehmen verantwortlich, Base. Base ist seit mehreren Jahren erfolgreich im Bereich Mobiles Internet aktiv und macht immer wieder mit regelrechten Preisbrecher-Aktionen auf sich aufmerksam. Während bei anderen Anbietern ein mobiler Internetzugang ohne volumenabhängige Folgekosten 30,- Euro und mehr kostet, liegt das Base-Angebot mit 25,- Euro monatlich rund 20 Prozent darunter. Wenn man jetzt noch den Online-Vorteil einrechnet, mit dem dieser UMTS Flatrate Tarif noch einmal um 5,- Euro auf 20,- Euro monatlich günstiger wird, dann können selbst die meisten einfachen DSL-Anschlüsse preislich nicht mehr mithalten.
Doch es darf nicht unerwähnt bleiben, dass UMTS Flatrate und UMTS Flatrate bei zwei verschiedenen Anbietern nicht unbedingt dasselbe bedeutet. So können sich die Leistungen bei dieser Tarifart von Mobilfunk-Unternehmen zu Mobilfunk-Unternehmen zum Teil deutlich unterscheiden. Und hier muss man auch bei Base ganz klare Abstriche gegenüber anderen UMTS-Flatrate-Anbietern in Kauf nehmen. So ist die Geschwindigkeit im E-Plus-Funknetz, auf dem Base aufsetzt, auf 384 Kbit/s begrenzt. In anderen UMTS Netzen hingegen lassen sich dank teilweise aufwändiger Aufrüstung der Netzinfrastruktur Downloads schon mit bis zu 7,2 Mbit/s erledigen. Von daher scheint auch ein Mehrpreis gegenüber dem Base-Angebot berechtigt. Doch so einfach ist es leider auch nicht. Während es sich nämlich bei Base um eine so genannte ‚echte‘ Flatrate handelt, haben die Anbieter von UMTS Flatrates in anderen Netzen lediglich Fair-Use limitierte Produkte im Angebot. Diese Fair-Flatrates werden in der Übertragungsgeschwindigkeit drastisch heruntergeregelt, sobald ein bestimmtes monatliches Transfer-Kontingent überschritten wurde. Zumindest muss man aber keine Folgekosten befürchten. Nichtsdestotrotz surft der eine oder andere vielleicht lieber konstant mit Standard-UMTS Speed als befürchten zu müssen, bis Monatsende auf kriechlangsame ISDN-Geschwindigkeit (64 Kbit/s) gedrosselt zu werden. Doch zum Glück greift diese Reduktion erst ab einem Übertragungsvolumen von 5 Gigabyte pro Monat und wird zur folgenden Abrechnungsperiode wieder aufgehoben.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die verschiedenartige Nutzung der mobilen Zugangsmöglichkeit zum Internet. So lassen sich UMTS Internetnutzer nach Notebook-Usern und Handy-Surfern einteilen. Wobei letztere Verwendungsart durch die Einführung von Apples iPhone einen riesigen Schub erhalten hatte. Zuvor gab es nämlich keine Endgeräte in dieser Größenklasse, mit denen das mobile Surfen auch nur annähernd so gut geklappt hätte wie mit dem Smartphone der kalifornischen Edel-IT-Schmiede. Für Notebook-Besitzer stellt das mobile Internet und auch die UMTS bzw. HSDPA Flatrate hingegen schon seit etwas längerer Zeit eine sehr effektive Möglichkeit dar, die eigene Produktivität auch über die Bürogrenzen hinweg zu erweitern. Und auch im Privaten konnte sich das mobile Laptop-Internet schon deutlich besser etablieren als das beim Handy-Internet bislang der Fall war.
Eine weitere Anwendung für das zum Massenprodukt avancierende UMTS Internet steht übrigens schon in den Startlöchern: Mobiles Fernsehen. Da sich die damit betrauten Gremien und Instanzen nicht auf eine gemeinsame Handy-TV-Norm einigen konnten gehen die Mobilfunk-Anbieter jetzt auf eigene Faust dazu über, mittels UMTS gestreamtes Handy-TV in Eigenregie anzubieten.
Weiterführende Informationen:
Die (echte)Flatrate von Base im Detail
Vergleich von Fair-Use und echten UMTS Flatrate Tarifen
Autor: Frank Fries, ffrie[ät]web[dot]de
|